Dieter   Binninger                                   1938-1991      
  Dieter Binninger - Copright "BZ-Berlin" Axel Springer Verlag    
"Die Stunde schlägt nicht, sondern leuchtet"

 
                Dieter Binninger mit seiner Berlin-Uhr 1976      
         
     
Flugskizze









Alle drei Insassen sind in den Trümmern verbrannt. Die Opfer des Unglücks: Der Erfinder Dieter Binninger 53, sein Sohn Boris sowie der Chefpilot Lothar Scholz.  Die  Katastrophe  konnte  bis  heute  nie  genau  aufgeklärt  werden. Der Geschäftsmann Binninger der im Bezirk Wedding eine Unternehmen hat, in dem Glühlampen mit extrem langer Lebensdauer entwickelt und vertrieben werden, wollte zu seinem Erholungshaus nach Döhren fliegen. Ebenso hat Dieter Binninger zuvor die Charter-Firma "Flugcharter 1990" gegründet. In dem kleinen Dorf Döhren wollte Binninger sich an der Gründung einen neuen Flughafens beteiligen. Es war sein letzter Flug. Ein Augenzeuge (P.Rummel) sagte aus, die Maschine sei kurz nach 15:16 in etwa 60 Meter Höhe zweimal über dem Ort gekreist das Motorengeräusch war nicht mehr zu hören.


 
 
Der gelernte Uhrmachen  und Ingenieur Dieter Binninger wurde 1938 geboren und  kam am  5.März 1991  bei  einen tragischen  Flugzeugunglück  ums  Leben. Die einmotorige Tobago B10 mit drei Berlinern ist auf dem Weg von Berlin-Strausberg nach Döhren nähe Helmstedt abgestürzt.



Mit so ein Flugzeugmodell stürzte Binninger ab.
                                                Tobago B10
           
  Bekannt wurde Dieter Binninger durch die Mengenlehreuhr die er im Auftrag
des Berliner Senats entwickelte. Noch heute steht sie in Berlin hinter dem
Europa-Center und findet kaum noch Beachtung. Das große Modell der Uhr
sollte erst ins Uhrenmuseum in den Schwarzwald gebracht werden. Schließlich wurde die Uhr 1991 an der heutigen Stelle aufgebaut. Binninger betrieb die Firma Videor. Er wollte Armbanduhren auf der Basis der Mengenlehreuhr  herstellen und vertreiben. Prototypen hatte er in seiner Werkstatt schon gehabt. Ich konnte mich damals persönlich in der Werkstatt über die Prototypen infomieren. Aus damaligen Kostengründen wurde die Sache auf Eis gelegt. Die Kosten für die Herstellung eines kleinen Chip für Armbanduhren und ähnlichen hatte damals gut und gerne 100.000 DM gekostet. Das wollte Binninger noch nicht aufbringen. Er konzentrierte
sich eher um die Lebensdauer von Glühlampen, besonders in Ampelanlagen.
Er wollte Glühlampen herstellen die eine enorme lange Lebensdauer haben
sollten. Die Industrie hatte kein Interesse an Binningers Ewigkeitsbirne.
Binninger entschloss sich, selbst die Fabrikation der Lampe aufzunehmen.
Um die Produktion zu starten, wollte er 1991 den DDR-Leuchtmittelhersteller
Narva von der Treuhand übernehmen. Nur kurze Zeit zuvor stürzte er mit der Tobago B10 ab.Seine Berlin-Uhr wurde noch viele Jahre nach seinen Tot hergestellt. Allerdings stellte die Firma Kindermann im Jahre 2002 den Vertrieb ein.




Die Ewigkeitsbirne scheint es zu geben... im Jahre 1981 erwarb ich von Dieter Binninger persönlich ein Wandmodell der Berlin-Uhr. Diese Arbeitet mit normalen sehr kleinen Glühlampen. Diese Uhr befindet sich seit dieser Zeit im Dauerbetrieb... und das schon über 25 Jahre. Im Wandmodell kümmern sich 37 Lämpchen um die Zeitanzeige. In dieser ganzen Zeit haben nur 3 Lämpchen ihren Geist aufgegeben.

Für mich schon fast eine Ewigkeit.

Danke Dieter


   


Zur Hauptübersicht "Berlin-Uhr"